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HEISSE WAMMER. Ein eiskalter zweiter Teil

Unerhörte Gemeinheiten rütteln am Nervenkostüm des frischen Polizeipräsidenten a.D. Hagen, der sich endlich eines ruhigen Lebensabends versichern und unerkannt anonym, gut und betreut leben will. Nur noch Privatmann sein: Welt geh raus – Gefühl komm´ rein!

Aber alles kommt anders...

In einem kreuzgefährlichen Kampf verteidigt er seine Privatsphäre und die Anonymität aller Menschen - das unkontrollierte Verbrechen aber versinkt im eigenen Datensammel-Wahn. Und wenn dann noch die Vergangenheit die Gegenwart zu verschlingen droht, gibt es keine Ruhe, sondern – in Abwesenheit jedweder linearen Kausalität – blutige Exzesse um einen Schatz.

Was als romantisch-dunkle Komödie beginnt, endet als Kriminal-Groteske härtester Gangart.

Regie:Hans-Jochen Menzel
Spiel:Irene Winter, Torsten Gesser
Puppen:Thomas Klemm

Feuerwerk des schwarzen Humors
Das Weite Theater aus Berlin mit HEISSE WAMMER in Straubing

Man stelle sich vor: In Berlin tritt das Tegernseer Bauerntheater auf und führt in reinstem Bayerisch ein Volksstück auf. Die Zuschauer sind begeistert ob dieses typischen bayerischen Humors. Umgekehrt ist es natürlich auch so. Da tritt eine Berlinerin vor das bayerische Publikum und erklärt schnodderig mal schnell dat Janze...

Und es nützt sich nicht ab, denn Irene Winter und Torsten Gesser brennen ein Feuerwerk des bösen, des schwarzen Humors ab. Alles wird hier auf die Schippe genommen: der deutsche Beamte, die Russenmafia und insbesondere das allgemeine Bildungsgut. Die ganze Nibelungensage muss dazu herhalten. Siegried wankt über die Bühne, der verrentete Hagen von Trondheim wohnt in einem Heim für betreutes Wohnen, natürlich am Rhein, in dessen Keller der Nibelungenschatz versteckt ist, und – in einem Koffer –
"Der Schrei" von Edvard Munch.

Was das Bauerntheater anbelangt, so wird die Tür-auf-Tür-zu-Regie ins Absurde perfektioniert. Ganz nebenbei zieht man noch die Ausländerproblematik, Zuwanderer, Minijobs und Hartz IV durch den Kakao. Dass dieser wunderbare Theaterabend gelingt, liegt natürlich an der Meisterhand der beiden Puppenspieler Winter und Gesser. Sie führen ihre Handpuppen lebensnah und lebendig, typisch und unverkennbar differenziert, treten überraschend in personalem Spiel auf die Bühne und verleihen als Höhepunkt der Komik selbst Bühnenteilen ihre Stimme.

Lang anhaltender Applaus belohnt die beiden für ihr furioses Spiel. (...)
Straubinger Tageblatt, 15.03.2013

Das Weite Theater Berlin